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Im Amazonasgebiet Perus wächst eine außergewöhnlich nährstoffreiche Frucht: Camu Camu. Der große Strauch mit den weißen Blüten, der zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gehört, hat so viel Vitamin C zu bieten, wie kaum eine andere Frucht.

Auf einen Blick
  1. Camu Camu bietet einen höheren Vitamin-C-Gehalt als jede andere uns bekannte Pflanze, nämlich zwischen 2.000 und 2.800 Milligramm pro 100 Gramm Rohfrucht.
  2. Denn außer Vitamin C stecken im Camu-Camu-Pulver wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Zink und zahlreiche B-Vitamine und Beta-Carotine, sowie Bioflavonoide.
  3. Zahlreiche Studien belegen die antioxidative, antiallergische, antientzündliche, schmerzlindernde, antivirale und antimikrobielle Wirkung der Flavonoide. Im besten Fall senken sie daher das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Camu Camu – die beste Vitamin-C-Quelle der Welt

Camu Camu ist eine kleine Frucht aus dem Amazonasgebiet, die mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Pflanzen aufwartet
© juerginho / Shutterstock.com

Camu Camu bietet einen höheren Vitamin-C-Gehalt als jede andere uns bekannte Pflanze, nämlich zwischen 2.000 und 2.800 Milligramm pro 100 Gramm Rohfrucht. Das ist 30- bis 40-mal so viel Vitamin C wie in Orangen, etwa doppelt so viel wie in Hagebutten und mehr als doppelt so viel wie in dem für seinen Vitamin-C-Gehalt geschätzten Sanddorn. Kiwis enthalten etwa 80 Milligramm und Erdbeeren 62 Milligramm pro 100 Gramm.

Nur die australische Buschpflaume (»Kakadu plum«) hat nach heutigem Wissensstand mehr: 3.100 Milligramm pro 100 Gramm. Selbst die Acerolakirsche liegt mit 1.700 Milligramm darunter. Darüber hinaus enthält Camu Camu Vitamin B1, B2, B3, Beta-Karotin, Kalzium, Phosphor, Kalium, Eisen und die bedingt essenziellen Aminosäuren Valin, Serin und Leucin.

Die Vorteile von Camu Camu für Gesundheit und Schönheit

Die Einheimischen des Amazonasbeckens verwenden Camu Camu in getrockneter Form als Medizin: bei Viruserkrankungen, Entzündungen und Erkrankungen der Atemwege, für die Sehkraft und zur generellen Stärkung der Abwehrkräfte und Organe sowie der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.

Nach ihren Erfahrungen verschönt Camu Camu die Haut, da es die Kollagenproduktion anregt, und kräftigt Sehnen und Bänder. Bereits die Inka sollen Camu Camu angewendet haben.

Camu Camu in der Wissenschaft

Gegenwärtig liegen zu Camu Camu nur wenige Studien vor. Wissenschaftlich bestätigt ist jedoch die antioxidative Wirkung (Radikalenfänger, Zellschutz) und bei Entzündungen1.

Studien zu Vitamin C (Ascorbinsäure) haben jedoch gezeigt, dass das Vitamin lebensverlängernd wirkt, sich positiv auf die Lebensqualität von Menschen mit Hepatitis C auswirkt, die Histamin- und Histidinproduktion reguliert, wodurch Allergien vorgebeugt oder gemildert werden können,2 die körpereigene Abwehr gestärkt und Erkältungskrankheiten und Grippe sowie Tuberkulose verhindert oder behandelt werden können.

Wurde 1 Gramm Vitamin C pro Tag eingenommen, sank die Erkältungsrate um 30 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe ohne Vitamin C.3 Generell verringerte sich die Infektanfälligkeit.4 Die Krebstherapie des bekannten Krebsarztes Linus Pauling basiert auf hohen Dosen Vitamin C.5 Eine positive Wirkung wurde auch bei Diabetes mellitus Typ 2 festgestellt.6

Vitamin C verlängert das Leben

Forscher der University of California sind bereits 1992 im Rahmen einer Langzeitstudie7 mit 10.000 Probanden zu folgendem Ergebnis gekommen: Menschen, die täglich 800 Milligramm Vitamin C zu sich nehmen, haben eine um 6 Jahre höhere Lebenserwartung als Menschen, die lediglich 60 Milligramm Vitamin C pro Tag aufnehmen. Erstaunlich ist darüber hinaus, dass sich das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, um bis zu 42 Prozent verringert!

2012 hat eine weitere Studie8 an der Oregon State University deutlich gezeigt, dass die empfohlene Tagesdosis für Vitamin C dringend überdacht werden muss. Die Forscher empfahlen für gesunde Erwachsene eine tägliche Dosierung von 200 Milligramm Vitamin C. Das entspricht etwa 1.500 Milligramm Camu-Camu-Fruchtpulver.

Camu Camu gibt es als Fruchtpulver oder Kapseln
© MAHATHIR MOHD YASIN / Shutterstock.com

Wie wird Camu Camu verwendet?

Man muss allerdings wissen, dass die Bioverfügbarkeit bei einer steigenden oralen Einnahme von Vitamin C abnimmt. Der Anstieg des im Blut nachweisbaren Vitamin C liegt bei Dosierungen von über 3.000 Milligramm täglich bei weniger als 30 Prozent.

Nimmt man also 200 Milligramm Vitamin C pro Tag ein, gelangen jedoch beinahe 100 Prozent des Vitamins in den Stoffwechsel. Wichtig ist, dass Sie die Vitamin-C-Quelle wie beispielsweise Camu Camu Fruchtpulver auf mehrere Portionen am Tag verteilen. Auf diese Art und Weise können Sie die Verwertung optimieren.

Natürliches Vitamin C wirkt besser als künstlich hergestellte Ascorbinsäure

Verschiedenen Biochemikern ist es Anfang des 20. Jahrhunderts gelungen, Vitamin C – also Ascorbinsäure – zu isolieren. Heute liegt die industrielle Produktion von L-Ascorbinsäure (Vitamin C) weltweit bei circa 110.000 Tonnen pro Jahr – ein milliardenschwerer Wirtschaftszweig, in dem gerade auch China eine große Rolle spielt.

Allerdings verdichten sich seit 2011 die Hinweise darauf, dass natürliches Vitamin C bei weitem wirksamer ist als seine isolierte beziehungsweise synthetische Form, die Ascorbinsäure. Denn wie viele andere Naturstoffe sind auch Vitamine im natürlichen Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen, also nicht isoliert, für den Körper besser verfügbar. Es ist inzwischen erwiesen, dass Camu Camu wie alle anderen Obst- und Gemüsearten neben Vitamin C eine Vielzahl weiterer gesundheitsfördernder Nährstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthält, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig fördern.

Anhand einer in Japan durchgeführte Studie9 konnte gezeigt werden, dass 20 Milligramm natürliches Vitamin C denselben antioxidativen Effekt haben wie die hundertfache Menge an synthetischem Vitamin C. Diese Studie bezieht sich zwar auf die Acerola-Kirsche, lässt sich aber ohne weiteres auch auf andere natürliche Vitamin-C-Lieferanten, wie Camu Camu, übertragen. Die Studie zeigte, dass natürliches Vitamin C (aus dem Saft der Acerola-Kirsche) besser vom Körper aufgenommen werden kann als reine Ascorbinsäure. Außerdem wird das wasserlösliche Vitamin C langsamer vom Körper ausgeschieden wird. Möglicherweise steigern weitere in der Pflanze enthaltene Stoffe, wie beispielsweise die Flavonoide, die Aufnahme von Vitamin C und hemmen die Ausscheidung.

Vitamin C in liposomaler Form

Eine Sonderform der pharmazeutisch hergestellten Ascorbinsäure, die mit Vitamin C gleichgesetzt wird, ist Ascorbinsäure in liposomaler Form. In diesem Fall ist die Ascorbinsäure in Liposomen (Fettkügelchen) verpackt und kann so ganz leicht im Darm aufgenommen werden. Der Vorteil dieser Art der Aufnahme ist, dass problemlos große Mengen Vitamin C eingenommen werden können, Mengen, die denen einer Infusion gleichkommen.

Pharmazeutische Ascorbinsäure in dieser Form erzeugt keine Durchfälle wie es ansonsten in höheren bis hohen Dosen der Fall ist. Die Kombination aus Bioflavonoiden beziehungsweise Polyphenolen, die ein ausgewogenes Zusammenspiel aus unterschiedlichen Pflanzenstoffen bietet, ist hier allerdings nicht gegeben. Ideal ist daher eine Kombination aus beiden Vitamin-C-Formen – der liposomalen und einer natürlichen, wie einem stark Vitamin-C-haltigen Naturprodukt wie Camu Camu.

Camu Camu: Sekundäre Pflanzenstoffe sind wichtige Antioxidantien

In erster Linie ist Camu Camu für seinen hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Dabei wird aber oft vergessen, dass die sauren Früchte noch viele weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten, wie weitere Vitamine und Mineralstoffe beziehungsweise Spurenelemente.

Denn außer Vitamin C stecken im Camu-Camu-Pulver wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Zink und zahlreiche B-Vitamine und Beta-Carotine, sowie Bioflavonoide. Die ganze Kombination macht das aus der Wildpflanze gewonnene Pulver zu einem sehr beliebten Bestandteil der ernährungsbewussten Ernährung.

Bioflavonoide sind Pflanzenpigmente, die den Blüten und Blättern ihre Farbe geben. Sie enthalten aber auch Substanzen, die für die menschliche Gesundheit sehr wichtig sind. Dazu gehören Antioxidantien, die eine große physiologische Bedeutung als Radikalfänger haben, weil sie im menschlichen Organismus reaktive Sauerstoffspezies Sauerstoffverbindungen) deaktivieren und somit oxidativen Stress verhindern.

Zahlreiche Studien belegen die antioxidative, antiallergische, antientzündliche, schmerzlindernde, antivirale und antimikrobielle Wirkung der Flavonoide. Im besten Fall senken sie daher das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Darüber hinaus tragen Flavonoide zur Heilung von bereits bestehenden Krankheiten bei, wie eine Review10 aus dem Jahr 2013 belegt, in der sage und schreibe 160 Quellen genannt werden.

Die medizinische Wirkung von Camu Camu wird in erster Linie auf das Zusammenspiel der antioxidativen Inhaltsstoffe zurückgeführt, die unseren Körper vor freien Radikalen und somit auch vor Krankheiten schützen. In der Tat gibt es kaum eine andere Frucht, die einen derart hohen ORAC-Wert hat wie Camu Camu. Dieser liegt bei 61.000 µmole TE/100 Gramm (Micromol Trolox-Equivalent pro 100 Gramm).

Im Vergleich dazu liegt der ORAC-Wert der Goji-Beere bei 25.000 und der Acai-Beere bei 18.500. Nur die Acerola-Kirsche liegt mit einem Wert von bis zu 70.000 µmol TE/100 Gramm höher. Mit dem ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbance Capacity) wird die antioxidative Fähigkeit eines Nahrungsmittels angegeben. Je höher der ORAC-Wert, desto besser können freie Radikale im menschlichen Körper neutralisiert werden.

Das besondere an Camu Camu ist, dass auch nach einem Jahr Lagerung noch immer ein hoher stabiler ORAC-Wert erreicht wurde. Eine so lange Haltbarkeit der Antioxidantien wird kaum von einem anderen Lebensmittel ohne Zufuhr künstlicher Konservierungsstoffe erreicht.

Hinweise zum Kauf von Camu Camu

Camu Camu gibt es vor allem in getrockneter Form, da die Früchte nach der Ernte schnell fermentieren und schonend verarbeitet werden müssen, um den Nährstoffgehalt zu erhalten. Das Pulver wird lose oder in Kapseln verkauft.

Hinweis 1

Camu Camu enthält stabiles Vitamin C. Im Gegensatz dazu verlieren die meisten natürlichen Vitamin-C-Lieferanten mit der Zeit ihren Vitamin-C-Gehalt. Bei Camu-Camu ist das nicht der Fall. Es muss daher kein zusätzliches Vitamin C zugesetzt werden.

Hinweis 2

Camu Camu ist quasi ein Premium-Vitamin-C mit einer ausgezeichneten Bioverfügbarkeit. In ganzheitlichen Produkten ist die gesamte Frucht enthalten (mit Ausnahme der Kerne).

Hinweis 3

Hochwertige Camu-Camu-Präparate enthalten keine Zusätze wie Zucker, Süßstoffe, Konservierungsmittel oder Farbstoffe.

Hinweis 4

Achten Sie darauf, dass Sie ein Produkt mit einer Konzentration von mindestens 30:1 erhalten. Es sollte kein Extrakt, sondern ein vollwertiges Produkt mit konzentrierten Nährstoffen sein. Nur dann ist der sehr hohe und stabile ORAC-Wert gewährleistet, der die antivirale Wirkung bestätigt.

Hinweis 5

Setzen Sie auf Bio- und Rohkost-Qualität!

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Villanueva-Iburcio J, Condezo-Hoyos L, Asquieri E: »Antocianinas, ácido ascórbico, polienoles totales y actividad antioxidante, en la cáscara de camu-camu.« Scribd.com. Reynertson K, Yang H, Kennelly E et al.: »Quantitative analysis of antiradical phenolic constituents from fourteen edible Myrtaceae fruits«. Food Chem. 2008 Aug 15; 109(4); 883-890.
  2. Clemetson CA: »Histamine and ascorbic acid in human blood«, Journal of Nutrition 1980; 110:662-668.
  3. Ritzel G: »Kritische Beurteilung des Vitamin C als Prophylaktikum und Therapeutikum der Erkältungskrankheiten«, Helv. Med. Acta 1961; 28:63-68.
  4. Sabiston BH, Radomski NW: »Health problems and vitamin C in Canadian northern military operations«, Defence and Civil Institute of Environmental Medicine Report 1974; 74:1021.
  5. Lange H: »Mit Linus Paulings Forschungsergebnissen gesund werden, gesund bleiben«. Polisphere 2006.
  6. Cox BD, Butterfield WJH: »Vitamin C supplements and diabetic cutaneous capillary fragility«, British Medical Journal, 1975, 3:#5977, 205-207.
  7. Enstrom JE, Kanim LE, Klein MA: »Vitamin C intake and mortality among a sample of the United States population.« Epidemiology. 1992 May;3(3):194-202.
  8. Frei B, Birlouez-Aragon I, Lykkesfeldt J: »Authors‘ perspective: What is the optimum intake of vitamin C in humans?« Crit Rev Food Sci Nutr. 2012;52(9):815-29. doi: 10.1080/10408398.2011.649149.
  9. Uchida E, Kondo Y, Amano A et al.: »Absorption and excretion of ascorbic acid alone and in acerola (Malpighia emarginata) juice: comparison in healthy Japanese subjects.« Biol Pharm Bull. 2011;34(11):1744-7.
  10. Kumar S, Pandey AK: »Chemistry and biological activities of flavonoids: an overview.« ScientificWorldJournal. 2013 Dec 29;2013:162750. doi: 10.1155/2013/162750. eCollection 2013.

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