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Die Vergütungspraxis in den USA sieht vor, dass bei der Behandlung einer Lungenentzündung für die gleiche Grunderkrankung wesentlich mehr bezahlt wird, wenn das Coronavirus der Auslöser ist. Wird deshalb vielleicht so manche »normale« Lungenentzündung zu COVID-19 und bläht damit auch die Statistik auf?

Auf einen Blick
  1. In den USA erhalten Kliniken für die Behandlung von COVID-19-Patienten mit Lungenentzündung mehr pauschale Vergütung als für Patienten mit »normaler« Lungenentzündung.
  2. Das nährt den Verdacht, dass »normale« Patienten im Handumdrehen zu COVID-19-Patienten umfunktioniert werden.
  3. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb es in den USA mehr COVID-19-Patienten gibt als anderswo auf der Welt.
  4. In Deutschland ist diese Gefahr gering, da hier die Vergütungspraxis anders ist und somit kaum ein Anreiz besteht, künstlich COVID-19-Patienten zu erschaffen.

Eine COVID-19-Lungenentzündung bringt mehr Geld

In den USA bekommen Krankenhäuser eine wesentlich höhere Vergütung für COVID-19-Patienten
©Halfpoint – stock.adobe.com

Nach einer Veröffentlichung von Senator Scott Jensen, Arzt in Minnesota, zeichnet sich in den USA für Krankenhäuser eine bislang völlig unbeachtete Möglichkeit ab, mit der Behandlung von COVID-19-Patienten richtig gut Geld zu verdienen: »Man schreibt einfach ohne vorhergehenden Coronatest auf die Sterbeurkunde als Todesursache COVID-19«, erklärt Senator Jensen.1,2 »Diesen Tipp schickte mir die Gesundheitsbehörde per E-Mail.«

Ist das vielleicht der Grund, weshalb in den USA die Zahl der Infizierten so nach oben schießen? Für Krankenhäuser, die so verfahren, bedeutet es nämlich auch einen unverhofften Geldsegen, wenn sie Patienten einfach ohne langes Testen zu COVID-19-Patienten machen.3 So erhalten sie von der Krankenversicherung Medicare für die Behandlung eines Patienten mit einer »normalen« Lungenentzündung – also ohne SARS-CoV-2-Virus als Auslöser – in der Regel eine Vergütung4 in Höhe von pauschal 5.000 US-Dollar. Liegt eine Infektion mit SARS-CoV-2 vor und ist der Patient an COVID-19 erkrankt, dann liegt die pauschale Vergütung schon bei 13.000 US-Dollar.

Finanziell richtig interessant wird es aber erst, wenn der COVID-19-Patient beatmet werden muss und an ein Beatmungsgerät angeschlossen ist. Dann schnellt die Medicare-Vergütung auf 39.000 US-Dollar hoch. Ein Schuft, wer jetzt Böses denkt …

Wundersame COVID-19-Patienten-Vermehrung

Nur mal theoretisch gedacht: Wenn ein Patient mit einer »normalen« Lungenentzündung in das Krankenhaus eingeliefert wird und gerade kein Material für einen Test auf Coronaviren vorhanden ist oder von vorneherein kein Test gemacht wird und auf den Entlassungspapieren später zur Abrechnung mit Medicare – nur mal theoretisch gedacht – der Vermerk »COVID-19« steht, dann hat die Klinik ohne zusätzlichen Material- und Personalaufwand im Handumdrehen 8.000 US-Dollar mehr verdient.5

Das Risiko, bei einer Nachprüfung aufzufliegen ist verschwindend gering, da diese Überprüfungen so gut wie nie gemacht werden. Und wenn nun ein COVID-19-Patient beatmet wird und sich dagegen nicht wehren kann, dann ist die Vergütung gegenüber einer »normalen« Lungenentzündung fast achtmal so hoch – ohne, dass es dafür einen echten Grund gegeben hätte.

Aber, wie gesagt, das alles ist reine Theorie. In den USA wurde bislang kein einziger Fall bekannt, in dem ein Krankenhaus eine »normale« Lungenentzündung zu einer COVID-19-Infektion »aufgehübscht« hätte. Ob es daran liegt, dass auch nicht gezielt nachgefragt und danach gesucht wurde, ist offen. Allerdings wird unter den Klinikbetreibern bereits erstes Murren laut,6 bei dem sich manche darüber beschweren, dass es offenbar Kliniken gibt, die mit weniger COVID-19-Patienten höhere Vergütungen kassieren als andere Kliniken mit im Vergleich mehr COVID-19-Patienten. Eigentlich komisch …

Natürlich drängt sich dabei auch die Frage auf, ob wirklich alle gemeldeten COVID-19-Patienten, von denen es in den USA mittlerweile mehr gibt als anderswo auf der Welt, wirklich SARS-CoV-2-Infektionen sind7 – oder ob da nicht aus ökonomischen Gründen ein wenig nachgeholfen wurde?

Und wie sieht es in Deutschland aus?

Hier bekommen die Krankenhäuser mehr pauschale Vergütung bezahlt, je mehr Stunden die Beatmung pro Patient insgesamt dauert. Allerdings spielt es keine Rolle, ob mit oder ohne SARS-CoV-2-Infektion. Es gibt also keinen Anreiz, die Zahl der COVID-19-Patienten künstlich nach oben zu schrauben. Vielleicht ist auch das eine Erklärung, weshalb Deutschland im internationalen Vergleich mit der Anzahl der Coronainfektionen so gut abschneidet?

Vermutlich aber macht auch die Art der Vergütung für die Krankenhausbetten etwas aus. Vor der Coronapandemie erhielten die Kliniken ausschließlich für jedes belegte Bett eine Vergütung. Mit der Konsequenz, dass manche Häuser »auf Teufel komm raus« operierten, um möglichst viele Betten zu belegen. Seit ein paar Wochen aber hat sich das geändert: Die Krankenhäuser bekommen nicht nur für jedes belegte Bett eine Vergütung. Sie erhalten auch für jedes nicht belegte Bett, das sie für Notfälle freihalten, täglich 560 Euro.8

Das ist zwar weniger als für ein belegtes Bett, bei dem auch noch medizinische und pflegerische Leistungen hinzukommen, aber dennoch leicht verdientes Geld, ohne dass ein Aufwand dafür entstanden wäre. Der Anreiz, künstlich COVID-19-Patienten zu »erschaffen«, um damit Betten zu belegen, hält sich in Grenzen.

Quellen & weiterführende Informationen

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