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In den USA stellt die Gesetzgebung der Pharmaindustrie 27 Milliarden Dollar für die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen, medikamentösen Therapien und den Kauf von Pandemie-Medikamenten zur Verfügung. Die Pharmaunternehmen werden dadurch noch reicher werden, während die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbrüche wegen des Lockdowns und der COVID-19-Quarantäne andauern.

Auf einen Blick
  1. Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) verlaufen die meisten COVID-19-Fälle asymptomatisch oder mild, auch bei Kindern, sofern keine chronische Vorerkrankung vorliegt.
  2. Da fast alle Regierungen der amerikanischen Bundesstaaten die Richtlinien der US-Regierung berücksichtigen und die Bürger entweder auffordern oder anweisen, ihr Zuhause nicht zu verlassen – egal, ob sie gesund oder krank sind –, sehen sich Familien noch nie dagewesenen wirtschaftlichen Verlusten gegenüber.
  3. Die Gesetzgebung der USA hat bislang keine Obergrenze dafür vorgesehen, wie viel Geld Arzneimittelhersteller für die COVID-19-Impfstoffe und -Medikamente verlangen und wie hoch ihre Gewinne sein dürfen.
  4. Der von den Pharmakonzernen GlaxoSmithKline (England), Sanofi (Frankreich) sowie Merck und Pfizer (beide USA) dominierte Impfstoffmarkt wird bis 2026 voraussichtlich über 93 Milliarden US-Dollar wert sein.
  5. Bei einem Briefing der Ende Februar gegründeten »White House Coronavirus Task Force« bekräftigte Dr. Fauci, dass die strengen sozialen Distanzierungs- und Quarantänemaßnahmen zumindest teilweise dazu dienen, die Entwicklung einer natürlichen Herdenimmunität bei der Bevölkerung zu verhindern.
Die Aussagen des US-Chef-Virologen Dr. Anthony Fauci sind mehr als widersprüchlich
©Maksym Yemelyanov – stock.adobe.com

Dr. Anthony Fauci, Direktor des National Institute for Allergy and Infectious Diseases (NIAID), teilte den Amerikanern am 01. April 2020 mit, dass Modellberichten zufolge COVID-19-Infektionen »100.000 bis 240.000 Amerikaner töten könnten«1,2,3 – deutlich weniger als die Worst-Case-Zahl von 1,7 Millionen Todesfällen, von denen die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) am 13. März gesprochen hatte,4 und ein Bruchteil der Weltuntergangsprognose von 2,2 Millionen Todesfällen, die ein Wissenschaftler des Imperial College London vorausgesagt hatte.5,6

Am nächsten Tag rief Fauci zu einem landesweiten Lockdown auf,7 und CDC-Beamte wiesen die Amerikaner an, ihr Gesicht mit einer Stoffmaske zu bedecken, wenn sie ihre Wohnung verlassen müssten, um Lebensmittel zu kaufen oder zum Arzt zu gehen.8

Am 06. April senkten Modellierungsexperten der University of Washington, die Einfluss auf die Festlegung der aktuellen Politik der »sozialen Distanzierung« auf Bundes- und Bundesstaatenebene hatten, die Mortalitätsschätzungen aufgrund von COVID-19 in den USA von der am 26. März vorhergesagten Worst-Case-Zahl 162.000 auf etwa 82.000 Todesfälle.9,10

2 Tage später, am 08. April, senkten sie die Sterblichkeitsschätzungen in den USA weiter auf 60.415 bis zum 04. August, unter dem Vorbehalt, »einer vollständigen sozialen Distanzierung bis Mai 2020«.11 Angesichts des Zusammenbruchs der US-Wirtschaft warnte Dr. Fauci, dass wir uns, bis ein Impfstoff gegen COVID-19 zur Verfügung stehe, auf eine neue Normalität einstellen müssten. Er sagte:12

»Wenn die Rückkehr zur Normalität bedeutet, sich wieder so zu verhalten, als hätte es nie ein Coronavirus-Problem gegeben, dann wird dies meiner Einschätzung nach nicht geschehen, ehe wir die Bevölkerung vollständig schützen können.

Will man den Zustand vor Corona wiedererlangen, wird das vielleicht nie passieren, weil die Bedrohung ja vorhanden ist. Aber bald wird es Therapien geben, und ich bin zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit auch einen guten Impfstoff haben werden. Und dann, so glaube ich, werden wir nie wieder an den Punkt zurückkehren müssen, an dem wir jetzt sind.«

COVID-19 Todesfälle in Zahlen

Bis zum 12. April 2020 wurden in den USA bei einer Bevölkerung von 325 Millionen Menschen nahezu 22.000 COVID-19-bezogene Todesfälle gemeldet; über 110.000 Todesfälle in der ganzen Welt (7,8 Milliarden Menschen).13

Laut den CDC verlaufen die meisten Fälle asymptomatisch oder mild, auch bei Kindern,14 sofern die Person keine chronische Vorerkrankung wie Asthma, Adipositas, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Immunsuppression, Bluthochdruck, Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Herzerkrankungen hat.15,16,17,18

Im internationalen Ländervergleich gibt es große Unterschiede in den Sterblichkeitszahlen, ebenso im Vergleich der einzelnen US-Bundesstaaten.19
Mindestens eine Studie (veröffentlicht am 05. April) ergab, dass Luftverschmutzung, bei der Menschen langfristig Feinstaub ausgesetzt sind, das Todesfallrisiko von COVID-19 erheblich erhöht. In der Studie heißt es: »Bei der Mehrzahl der Vorerkrankungen, die das Todesfallrisiko für COVID-19 erhöhen, handelt es sich um Krankheiten, die auch bei langfristiger Exposition gegenüber Luftverschmutzung auftreten.«20

Bereits eine geringe Zunahme der langfristigen Exposition gegenüber PM2,5 (Anmerkung der Red.: PM = particulate matter = Feinstaub) führt zu einem starken Anstieg der COVID-19-Todesrate in der 20-fachen Höhe des Feinstaubanstiegs und der Gesamtmortalität. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass bestehende Vorschriften zur Luftreinhaltung weiterhin auch deshalb durchgesetzt werden müssen, um die menschliche Gesundheit während und nach der COVID-19-Krise zu schützen.

Ein Bericht in The Lancet vom 30. März schätzt die Gesamtmortalität in China auf 1,38 Prozent, bei den über 60-Jährigen ist sie aber wohl deutlich höher.21 Vor Kurzem publizierte Daten der CDC bestätigen ebenfalls, dass die Sterblichkeit in den USA bei Bürgern über 65 Jahren viel höher ist und bei jenen über 85 Jahren auf zwischen 10 bis 27 Prozent ansteigt.22

Die CDC bestätigt das wesentlich höhere Risiko für schwere Erkrankungen durch eine COVID-19-Infektion. Das gelte ebenso für »Menschen jeden Alters mit medizinischen Grunderkrankungen, insbesondere wenn diese nicht gut kontrolliert werden«.23

COVID-19-Sterberate in den USA – Wissenschaft oder Mutmaßung?

Am 24. März veröffentlichte der Direktor der Division of Vital Statistics des National Center for Health Statistics (NCHS), das den CDC untersteht, eine COVID-19-Aktennotiz mit Fragen und Antworten zur Information von Ärzten und Rechtsmedizinern. Hier ist zu lesen, dass »ein neuer ICD-Code (UO7.1 COVID-19) eingeführt wird, der die Mortalitätsgründe für die Coronavirus-Erkrankung 2019 (COVID-19) auf Sterbeurkunden genau erfassen soll«. Über die Feststellung der zugrunde liegenden Todesursache in der Sterbeurkunde heißt es:


»Die zugrundeliegende Todesursache hängt davon ab, welche und wo die Erkrankungen auf dem Totenschein angegeben wird. Es wird jedoch erwartet, dass die Regeln für die Kodierung und die Auswahl der zugrunde liegenden Todesursache in den meisten Fällen dazu führen, dass COVID-19 die zugrunde liegende Ursache ist.«

CDC-Mitarbeiter stellen klar, dass in Fällen, in denen der Totenschein Ungewissheit über die Todesursache anzeigt, wahrscheinlich keine Folgemaßnahmen ergriffen werden und der Verstorbene als COVID-19-Todesfall gilt:

»Stehen auf einer Sterbeurkunde Begriffe wie ›vermutlich COVID-19‹ oder ›wahrscheinlich COVID-19‹, werden diese Begriffe dem neuen ICD-Code (UO7.1 COVID-19) zugewiesen. Es ist nicht wahrscheinlich, dass das NCHS diese Fälle weiterverfolgen wird.«

Auf die Frage »Sollte auf der Sterbeurkunde COVID-19 nur nach einem positiven Test angegeben werden?« betont die Aktennotiz der CDC, dass eine Laborbestätigung von COVID-19 unnötig sei, um auf dem Totenschein COVID-19 als Todesursache anzugeben:

»COVID-19 sollte auf den Sterbeurkunden aller Verstorbenen angegeben werden, bei denen die Erkrankung den Tod verursacht hat oder bei denen sie vermutlich den Tod verursacht oder dazu beigetragen hat

In einem Interview mit der NBC Today Show vom 09. April wurde Dr. Fauci gefragt, ob manche Todesfälle fälschlicherweise als COVID-19-Tote gezählt würden, obwohl die Personen tatsächlich an etwas anderem starben. Seine Antwort:24

»Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass dies der Fall ist. Ich denke, das fällt unter die Kategorie von Verschwörungstheorien, von denen wir jedes Mal hören, wenn wir eine Krise irgendeiner Art haben.

Verschwörungstheorien tauchen immer wieder auf. Meines Erachtens sind die Todesfälle, die wir sehen, Coronavirus-Tote, und die anderen Todesfälle werden nicht als Coronavirus-Tote gezählt … Ich denke, es besteht eher die Möglichkeit, einige zu übersehen, die tatsächlich am Coronavirus starben, aber nicht gezählt werden.«

Der wirtschaftliche und soziale Zusammenbruch dauert an

Über 2 Monate nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch von COVID-19 in China zu einer »gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite « erklärte25 und dem Ausrufen des öffentlichen Gesundheitsnotstands 2 Tage danach (31. Januar) durch die CDC,26 scheint es so, als habe die sich über vier Jahrzehnte entwickelte Pandemievorbereitung die Gesundheitsbehörden des Landes und der Bundesstaaten nicht auf schnelles Handeln vorbereitet.27,28,29,30,31 Erstaunlich – denn Bundesgesetze32 stellen dem US-Gesundheitsministerium (DHHS) seit 2006 alljährlich erhebliche Kongress-Mittel für die Pandemieplanung zur Verfügung.33,34

Im Moment gelangen langsam COVID-19-Tests in die Bundesstaaten, allerdings in begrenzten Mengen.35,36 Das medizinische Personal berichtet nach wie vor von einem bedenklichen Mangel an persönlichen Schutzausrüstungen und medizinischem Bedarf.37,38,39

Da fast alle Regierungen der amerikanischen Bundesstaaten die Richtlinien der US-Regierung beachten und die Bürger entweder auffordern oder anweisen, ihr Zuhause nicht zu verlassen – egal, ob sie gesund oder krank sind –, sehen sich Familien noch nie dagewesenen wirtschaftlichen Problemen gegenüber.40

Am 03. April meldete das US-amerikanische Bureau of Labor Statistics (BLS) stark sinkende Beschäftigungszahlen im Freizeit- und im Gastgewerbe – vor allem in den Branchen Speisen und Getränke –, aber auch in den Bereichen Gesundheitsfürsorge, Sozialhilfe, Fach- und Unternehmensdienstleistungen, Einzelhandel und Bauwesen.41

Die Arbeitslosigkeit in den USA stieg um fast einen ganzen Prozentpunkt auf 4,4 Prozent, der höchste monatliche Anstieg seit dem Jahr 1975. Die Arbeitslosenzahl stieg im März von 1,4 Millionen auf 7,1 Millionen. Dem BLS-Bericht zufolge reflektiert der starke Anstieg die »Anstrengungen zur Eindämmung« des Coronavirus in den USA.

Besonders hart trifft diese Entwicklung Familien mit niedrigem Einkommen und ohne Ersparnisse, ebenso auch jene, die auf Stundenlöhne und Teilzeitarbeit im Dienstleistungsgewerbe angewiesen sind.42 Die (meist) unterbesetzten Sozialträger haben Mühe, mit der erheblichen Zunahme von Depression, ehelicher Gewalt und Kindesmisshandlung sowie den vielen Anrufen bei Einrichtungen der Suizid-Prävention fertig zu werden.43,44,45

Dennoch möchten einige Wissenschaftler,46,47 Ärzte48 und Politiker49 die Quarantäne über den 30. April hinaus aufrechterhalten, obwohl die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, am 09. April davor warnte, dass sich die negativen wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns den Ausmaßen der Großen Depression nähern.50

»Wir haben es nach wie vor mit großer Unsicherheit bezüglich der Schwere und der Dauer dieser Krise zu tun. Trotzdem ist es bereits klar, dass das globale Wachstum sich im Jahr 2020 stark ins Negative kehren wird, wie man in unserem World Economic Outlook nachlesen kann. Tatsächlich rechnen wir mit den schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen seit der Großen Depression.«

Bill Gates fordert einen 10-wöchigen landesweiten Shutdown

In einer Stellungnahme in der Washington Post vom 31. März forderte der Microsoft-Gründer und philantropische Sozialreformer Bill Gates eine landesweite, von der Regierung auferlegte Quarantäne für alle Bundesstaaten, die »zehn Wochen oder länger« dauern würde:

»Weil die Menschen Staatsgrenzen frei passieren können, kann das Virus das auch. Die Regierungschefs des Landes müssen sich darüber im Klaren sein: Shutdown irgendwo muss Shutdown überall bedeuten. Bis die Fallzahlen in ganz Amerika sinken – was zehn Wochen oder länger dauern kann –, kann niemand zum ›business as usual‹ zurückkehren oder den Shutdown lockern.«51,52

Ein paar Tage zuvor sprach Gates in einem TED-Interview darüber, dass die strikten, in den USA eingesetzten Maßnahmen sozialer Distanzierung und Quarantäne nur dazu führen könnten, einen Großteil der US-Bevölkerung vor einer Infektion mit und einer Genesung von COVID-19 zu schützen, obwohl nur dies zu natürlicher Immunität führen und zur Herdenimmunität in Populationen beitragen könne.

Außerdem sagte er, Menschen sollten »Zertifikate« mit sich führten, die belegen, dass sie entweder von der Infektion genesen oder – wenn denn erst ein Impfstoff entwickelt sei – dagegen geimpft sind. Gates Worte:53

»Im Moment wollen wir nicht viele genesene Menschen. Um es klar zu sagen: Mit dem Shutdown in den Vereinigten Staaten erreichen wir, dass sich weniger als ein Prozent der Bevölkerung ansteckt. Heute liegen wir weit darunter, aber bei einer exponentiellen Entwicklung könnte man über diese drei Millionen hinauskommen. Ich glaube, wir werden das mit diesen wirtschaftlichen Schmerzen vermeiden können.

Letzten Endes werden wir Nachweise darüber haben müssen, wer bereits genesen ist oder wer geimpft ist, denn wir wollen nicht, dass Menschen in der Welt umher ziehen können, weil es leider einige Länder geben wird, die das nicht unter Kontrolle haben. Aber man will den Menschen nicht völlig die Möglichkeit nehmen, irgendwohin zu reisen, zurückzukommen und sich hier frei zu bewegen.«

Fauci stimmt zu: Natürliche Herdenimmunität gegen COVID-19 ist nicht erwünscht

Bei einem Briefing der Task Force »Coronavirus« am 06. April im Weißen Haus bekräftigte Dr. Fauci, dass die strengen sozialen Distanzierungs- und Quarantänemaßnahmen zumindest teilweise dazu dienen, zu verhindern, dass Populationen eine natürliche Herdenimmunität entwickeln. Er sagte:54

»Ein Punkt, der wichtig sein wird hat mit einer Art Vergleich, zum Beispiel mit der Grippe, zu tun. Bei der Grippe durchlaufen wir mehrere Zyklen. Es kommt immer zu einem gewissen Level an Hintergrundimmunität in der Bevölkerung.

Das wird auch bei COVID-19 passieren, wenn wir zur Normalität zurückkehren. Ich hoffe, dass wir nicht so viele Infizierte haben, dass wir tatsächlich von einer Herdenimmunität sprechen können, aber ich denke, es müsste eigentlich anders sein, als es jetzt der Fall ist.«

In einem Interview mit dem Sender National Public Radio (NPR) vom 09. April wiederholte Bill Gates die Message, dass einige Maßnahmen der »sozialen Distanzierung« aufrechterhalten werden müssten, »bis wir einen Impfstoff haben, mit dem nahezu jeder geimpft werden kann«. Er sagte:

»Was ich sage, was Dr. Fauci sagt, was einige andere Experten sagen, da herrscht große Übereinstimmung: Wir sind uns nicht sicher, welche Aktivitäten wiederaufgenommen werden sollten, weil das Risiko eines Wiederaufflammens besteht, solange wir keinen Impfstoff haben, mit dem nahezu jeder geimpft werden kann …

Wenn wir die Zahlen bis in den Mai hinein verfolgen und sehen, ob wir sie auf ein sehr niedriges Niveau senken können, dann wird parallel dazu diese Debatte darüber geführt, welche Dinge für die Gesellschaft von Nutzen sind und so gestaltet werden können, dass das Infektionsrisiko sehr gering ist – welche Dinge sollten wir wiederaufnehmen? Ich denke, Fertigung, Konstruktion, viele Dinge werden wir wieder tun, aber öffentliche Großveranstaltungen müssen vielleicht warten, bis wir den Impfstoff haben.«

Regierungen machen im Schnellverfahren entwickelten COVID-19-Impfstoff zur Priorität Nummer 1

Unmittelbar nach der WHO-Erklärung vom 30. Januar, dass der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China »eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite« darstelle, gaben die Gates Foundation55 und die WHO56 Pressemeldungen heraus. Sie informierten weltweit darüber, dass experimentelle Coronavirus-Impfstoffe, die sich bereits in der Entwicklung befinden, nun rasch zur Zulassung für den weltweiten Einsatz gebracht würden.

Am 9. März veröffentlichte die WHO ihren COVID-19-R&D-Fahrplan (R&D, research & development, Forschung & Entwicklung), der laut BioWorld von »400 Experten« gebilligt und von der Europäischen Kommission (37,5 Millionen Euro), der deutschen Regierung (10 Millionen Euro) und der britischen Regierung (46 Millionen Euro) finanziert werde. 20 Millionen Euro gingen direkt an die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) zur Impfstoffentwicklung.

Die CEPI sagte 100 Millionen Dollar zu, um die Zulassung von COVID-19-Impfstoffen zu beschleunigen, sagte aber, dass man versuche, weitere 2 Milliarden Dollar aufzubringen, um die Markteinführung von Impfstoffen voranzubringen.57

Im R&D-Plan der WHO hieß es, es bestehe ein »dringender Bedarf«, wissenschaftliche Wissenslücken über die »grundlegende Biologie« der COVID-19-Infektion und die klinische Entwicklung von COVID-19 und seiner Epidemiologie zu schließen. Zudem bestehe die Notwendigkeit, geeignete Tiermodelle für die Forschung zu entwickeln, da einige frühere SARS- und MERS-Impfstoffstudien an Tieren gezeigt hatten, dass es bei geimpften Tieren nach Kontakt mit dem lebenden Virus zu verstärkten Atemwegserkrankungen kommen kann.

Der WHO-Fahrplan konstatierte: »Die Evaluierung des Risikos einer Verschlimmerung der Krankheit bei Menschen ist entscheidend, ehe Impfstoffe durch Studien in größerem Maßstab bewertet werden können.«58 Zwischen Mitte März und Anfang April hatten die WHO, die National Institutes of Health,59 Universitäten60 und globale pharmazeutische Unternehmen61 die Entwicklung von mehr als 50 experimentellen COVID-19-Impfstoffen angekündigt.62,63

Die Verwendung von Vitamin- und Supplement-Therapien oder aktuell zugelassener verschreibungspflichtiger Medikamente64,65,66,67,68,69 wich dem vehementen Druck, restriktive Maßnahmen wie die »soziale Distanzierung« beizubehalten, bis im Schnellverfahren entwickelte, experimentelle Impfstoffe zugelassen werden können.70,71,72

Dass der universelle Einsatz eines neuen Impfstoffs73,74 als einzige Lösung für den Umgang mit dem neuen Coronavirus angesehen wird, garantiert noch größere Gewinne auf dem explodierenden globalen Impfstoffmarkt, der sich in den letzten 10 Jahren von 20 Milliarden Dollar im Jahr 201075 auf 42 Milliarden Dollar im Jahr 2018 verdoppelt hat.76 Der von Großbritanniens GlaxoSmithKline, Frankreichs Sanofi und den US-amerikanischen Pharmariesen Merck und Pfizer dominierte Impfstoffmarkt wird bis 2026 voraussichtlich über 93 Milliarden Dollar wert sein.77

Berichte von der Wall Street prognostizieren bereits große Gewinne bei Biotech-Aktien, da mehrere Unternehmen COVID-19-Impfstoffe und neue Medikamente entwickeln.78

Eines dieser Unternehmen, Moderna, hat sich mit dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) unter Leitung von Dr. Fauci zusammengetan. Seit es im Februar bekanntgab, sein experimenteller Messenger-RNA-Impfstoff sei für klinische Studien bereit,[79] verzeichnet es einen 78-prozentigen Anstieg seiner Aktien. Der CEO des Unternehmens ist über Nacht zum Milliardär geworden.80

Big Pharma bekommt mehr Geld, um COVID-19-Impfstoffe auf den Markt zu bringen

Als Reaktion auf den Aufruf der Gesundheitsbehörden, in ganz Amerika einen Lockdown mit häuslicher Quarantäne anzuordnen, verabschiedete der Kongress am 27. März 2020 den CARES Act. Er wird den amerikanischen Steuerzahler über 2 Billionen Dollar kosten. Die Bundesgesetzgebung sieht 27 Milliarden Dollar für die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen, medikamentöse Therapien und den Kauf von Medikamenten für die Pandemie vor.

Die Gesetzgebung der USA sah bislang keine Obergrenze dafür vor, wie viel Geld Arzneimittelhersteller für die COVID-19-Impfstoffe und -Medikamente verlangen können, die sie mit dem Geld der Regierung entwickelt haben und wie hoch ihre Gewinne aus diesem Geschäft sein dürfen. Bereits jetzt wird die Frage aufgeworfen, wie weit die Preistreiberei gehen wird, wenn diese COVID-19-Medikamente und -Impfstoffe einmal von der FDA zugelassen und von den CDC empfohlen werden.81

Am 30. März kündigte der Assistant Secretary of Preparedness and Response des DHHS an, dass die Regierung Schritte unternimmt, um »die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen zur Verhinderung von COVID-19 zu beschleunigen«.82

Noch am gleichen Tag gab Johnson & Johnson eine Pressemitteilung heraus, in der es hieß, die Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) habe den Janssen Pharmaceutical Companies von J&J 1 Milliarde Dollar für den Aufbau neuer US-Impfstoffherstellungskapazitäten und zusätzlicher Produktionskapazitäten außerhalb der USA zugesichert, ebenso wie für die Herstellung einer weltweiten Versorgung mit mehr als 1 Milliarde Dosen des COVID-19-Impfstoffs unter Verwendung der AdVac®– und PER.C6®-Technologien.83

J&J plant, im September 2020 mit klinischen Studien am Menschen zu beginnen und Anfang 2021 die ersten Impfstoffchargen für die Genehmigung im Notfalleinsatz zu liefern.84

Die BARDA wurde 2006 vom Kongress im Rahmen des Pandemic and All Hazards Preparedness Act85 geschaffen, der dem DHHS seither Milliarden Dollar für die Entwicklung von Impfstoffen gegen »Bioterrorismus« und Grippe-Pandemien zur Verfügung gestellt hat.86

Dieses Bundesgesetz hebt auch die gesamte zivilrechtliche Haftung von Pharmaunternehmen für Verletzungen und Todesfälle auf, wenn sie durch Impfstoffe und Arzneimittel verursacht wurden, die als Reaktion auf erklärte Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit hergestellt werden (wie z.B. Pandemien).87

Einem Reuters-Bericht vom 30. März zufolge hat Moderna, Inc., »auch einen Vertrag mit der Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) unterzeichnet, die Teil des DHHS ist. Durch solche Abmachungen will die Bundesregierung Arzneimittelhersteller in die Lage versetzen, große Mengen an COVID-19-Impfstoffen zur Verfügung zu stellen, noch bevor deren Wirksamkeit nachgewiesen ist.«88

Am 16. März gab das NIAID unter der Leitung von Dr. Fauci in einer Pressemitteilung bekannt, dass am KPWHRI (Kaiser Permanente Washington Health Research Institute) in Seattle mit einer klinischen Phase-1-Studie zur Evaluierung eines Coronavirus-Impfstoffs (COVID-19) begonnen wurde. Der Impfstoff wurde von NIAID-Wissenschaftlern und Wissenschaftlern von Moderna, Inc., mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, mitentwickelt.

Die Coalition for Epidemic Preparedness (CEPI) half bei der Finanzierung der Herstellung des Impfstoffs für die klinische Studie der Phase 1.89

Moderna und das NIAID führen klinische Humanstudien mit dem experimentellen mRNA-1273-COVID-19-Impfstoff durch, ohne zuvor Tierversuche durchzuführen, die im Regelfall ein wichtiger Bestandteil des Zulassungsverfahrens für den Impfstoff sind.90 Am 30. März erklärte Moderna, dass sein COVID-19-Impfstoff bis zum Herbst 2020 für den Notfalleinsatz bei einigen Menschen, einschließlich Mitarbeitern des Gesundheitswesens, bereit sein könnte:91

»Das Unternehmen berichtete weiter, ein kommerziell erhältlicher Impfstoff werde wahrscheinlich erst in 12 bis 18 Monaten zur Verfügung stehen. Es sei jedoch möglich, im Herbst 2020 für den Notfall einen Impfstoff für einige Menschen, möglicherweise auch für medizinisches Fachpersonal, verfügbar zu haben.
Jegliche Verwendung in Notfällen würde der Genehmigung durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden unterliegen, basierend auf der Verfügbarkeit klinischer Daten für mRNA-1273, die eine Verwendung des Impfstoffs noch vor der Zulassung rechtfertigen würden.«

Ein am 03. April im Philadelphia Inquirer erschienener Artikel legt nahe, »das Coronavirus hat ein neues goldenes Zeitalter für Impfstoffe geschaffen, bei dem Philadelphia im Mittelpunkt steht«.92 Es wurde auch auf die hohen finanziellen Investitionen hingewiesen, die die US-Regierung seit 2006 über BARDA in die Entwicklung von Impfstoffen gesteckt hat:

»Als die ursprüngliche BioShield-Finanzierung auslief, begann der Kongress mit jährlichen Mittelzuweisungen von insgesamt etwa 1,5 Milliarden Dollar zur Finanzierung der BARDA-Impfstoff-Entwicklungsbemühungen und zum Aufbau medizinischer Notvorräte. Für den multinationalen Kampf gegen das Ebola-Virus im Jahr 2015 wurde ein Sonderbetrag von 5 Milliarden Dollar bereitgestellt.

Der CARES Act [vom März 2020] hat diese Ressourcen vervielfacht. Insgesamt 27 Milliarden Dollar wurden für den Wiederaufbau der erschöpften medizinischen Vorräte und die Finanzierung von BARDA-Impfstoffen aufgeteilt – zusätzlich zu den 6 Milliarden Dollar, die in den ersten Anti-Coronavirus-Gesetzen vom vergangenen Winter für diese Zwecke vorgesehen waren.«

Experimentelle COVID-19-Impfstoffe nutzen acht unterschiedliche Plattformen

Coronaviren sind eine Gruppe diverser, einzelsträngiger, umhüllter RNA-Viren, die bei Tieren und Menschen ein breites Spektrum an Atemwegs-, Magen-Darm- und neurologischen Erkrankungen unterschiedlicher Schweregrade verursachen.

Die meisten Coronaviren, einschließlich der Erkältungsviren, gehen nicht mit einer signifikanten Mortalität einher, mit zwei Ausnahmen: das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS-CoV), das 2002 in China auftrat, und jenes Coronavirus, das das Respiratorische Syndrom im Nahen Osten verursacht (MERS-CoV). Es wurde 2012 in Jordanien und Saudi-Arabien identifiziert.93 COVID-19 wird in der medizinischen Literatur als schweres akutes respiratorisches Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV2) oder COVID-19 bezeichnet.94

Im Wettlauf darum, als erste einen COVID-19-Impfstoff zur Zulassungsreife zu bringen, nutzen Pharmakonzerne und Regierungsbehörden unterschiedliche Technologieplattformen: inaktiviertes Virus, abgeschwächtes Virus, Protein-Untereinheit, virusähnliche Partikel, DNA, RNA und nicht-replizierender Vektor.95 Herkömmliche Impfstoffe enthalten abgeschwächte oder inaktivierte Viren und Bakterien oder Proteine sowie Adjuvantien wie Aluminium, die eine Immunantwort stimulieren und eine künstliche Immunität erzeugen sollen.

Beispielsweise enthalten ältere virale Impfstoffe gegen Pocken und Masern abgeschwächte Lebendviren; injizierbare Grippeimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren; der rekombinante Hepatitis-B-Virus-Impfstoff ist ein Protein-Untereinheit-Impfstoff, während der neuere Impfstoff gegen das humane Papillomavirus (HPV) virusähnliche Partikel enthält.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forscher mit neuen Technologieplattformen experimentiert, insbesondere mit solchen, die fremde DNA und RNA in Körperzellen einschleusen, um experimentelle Impfstoffe gegen SARS, MERS, HIV und andere Krankheiten zu entwickeln, aber bisher hat sich noch keiner dieser Ansätze als wirksam und sicher für den Menschen erwiesen.96

DNA- und mRNA-Impfstoffe: Blindflug über unbekanntem Terrain

Genbasierte Impfstoffe enthalten ein virales Erreger-Protein (wie COVID-19) in menschlicher DNA oder mRNA. DNA-Impfstoffe schleusen DNA-Stücke in menschliche Zellen ein, um das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, die spezifisch für pathogene Proteine sind, ohne jedoch die Krankheiten auszulösen.

DNA-Impfstoffe erfordern keine Kultur oder Fermentation für die Herstellung und keine Kühlung nach der Herstellung, da sie in einem Labor mit synthetischen Verfahren hergestellt werden und in großen Mengen für weniger Geld als herkömmliche Impfstoffe produziert werden können.97

Messenger-RNA(mRNA)-Impfstoffe injizieren mRNA in menschliche Zellen, normalerweise innerhalb von Lipid-Nanopartikeln, um Zellen im Körper zu stimulieren, Hersteller von Virusproteinen zu werden.98,99

Im März 2020 erklärte ein Virologe am Imperial College London gegenüber Chemistry World, dass ein Vorteil der mRNA-Technologie bei der Herstellung von Impfstoffen für den Menschen darin besteht, dass »anstatt Proteine in einer Produktionsanlage zu erzeugen und zu reinigen, der Muskel die Aufgabe übernehmen und das Protein selbst herstellen kann«.100
Wie DNA-Impfstoffe können mRNA-Impfstoffe im Labor mit einem schnelleren und kostengünstigeren Verfahren hergestellt werden als herkömmliche Impfstoffe. RNA-Impfstoffe können mit Spritzen, Nasenspray oder nadelfrei (mit Pflastern) in die Haut verabreicht werden.

Bisher wurden weder weder DNA- noch mRNA-Impfstoffe in groß angelegten klinischen Studien getestet – ein Artikel in Chemical and Engineering News vom 03. April thematisiert die halsbrecherische Geschwindigkeit, mit der COVID-19-Impfstoffe, »neue Technologien mit einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit vom Computer in die Klinik bringen«. Die üblicherweise getrennten Vorlizenzierungsphasen für den Nachweis von Sicherheit und Wirksamkeit – präklinische Tiermodelle, klinische Tests und Herstellung – werden nun »parallel durchgezogen«.101

»Es ist, als würde man ein Flugzeug bauen, während es fliegt.«

Joseph Kim, CEO von Inovio Pharmaceuticals

»Sie werden als Impfstoffe der Zukunft bezeichnet. Sie sind jedoch noch nicht unter Belastung getestet worden … Die COVID-Krise ist eine große Chance, diese Technologien voranzutreiben.« «

Dan Barouch, Direktor des Center for Virology and Vaccine Research am Beth Israel Deaconess Medical Center.

»Dies wird das erste Mal sein, dass sie an so vielen Menschen getestet werden.«

Wim Tiest, ehemaliger Impfstoff-Entwickler bei GlaxoSmithKline und heute Leiter eines COVID-19-Programms beim belgischen mRNA-Impfstoff-Unternehmen eTheRNA Immunotherapies

Werden die Ausgaben für die Abkürzung der Verfahren und die Beschleunigung der Zulassung von COVID-19-Impfstoffen mit experimenteller DNA- und mRNA-Technologie – oder anderen Arten von neuen Technologien – am Ende Millionen von Menschen dem Risiko von Impfstoffversagen oder Impfreaktionen aussetzen, die zu chronischen Krankheiten führen?

Zu den Impfstoffplattformen DNA102 und mRNA103 gibt es drängende Fragen – und sie sind nicht trivial. Laut einem Artikel im Harvard College Global Health Review aus dem Jahr 2011 umfassen die Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit DNA-Impfstoffen potenzielle Nebenwirkungen wie:104

  • »chronische Entzündungen, weil der Impfstoff kontinuierlich das Immunsystem stimuliert, Antikörper zu produzieren« und
  • »mögliche Integration von Plasmid-DNA in das körpereigene Wirtsgenom, was zu Mutationen, Problemen bei der DNA-Replikation, Auslösung von Autoimmunreaktionen und Aktivierung krebsverursachender Gene führt.«

Nach Ansicht von Forschern der University of Pennsylvania und der Duke University haben auch mRNA-Impfstoffe potenzielle Sicherheitsprobleme:105

  • lokale und systemische Entzündungen;
  • Stimulierung autoreaktiver Antikörper;
  • Induktion einer potenten Typ-1-Inteferon-Reaktion, die mit Entzündung und potentieller Autoimmunität assoziiert wurde;
  • Auftreten extrazellulärer RNA, die zu Ödemen und pathogener Thrombusbildung (Blutgerinnsel) beitragen kann.

Im Test befindliche Top-Kandidaten für COVID-19-Impfstoffe

Nachfolgend eine Auswahl von Unternehmen, die von MarketWatch ermittelt wurden und das Wettrennen um den ersten für den weltweiten Einsatz zugelassenen Impfstoff anführen:106,107

Inovio Pharmaceuticals, Inc. (USA) – Der COVID-19-Impfstoff von Inovio (INO-4800) ist ein DNA-Impfstoff, der im April 2020 in 30 klinischen Studien in den USA, China und Südkorea getestet werden soll. Inovio hat seinen Hauptsitz in Pennsylvania und ist eine Partnerschaft mit dem Wistar Institute in Philadelphia, Ology Bioservices, Inc., und Beijing Advaccine Biotechnology Co. in China108 eingegangen. Geplant ist, bis Ende 2020 eine Million Dosen des Impfstoffs für weitere Studien oder den »Notfalleinsatz« bereitzustellen.

Inovio erhielt von der Gates Foundation einen Zuschuss in Höhe von 5 Millionen Dollar für die Erprobung eines Verabreichungsgerätes für INO-4800 und vom CEPI einen Zuschuss in Höhe von 9 Millionen Dollar zur Beschleunigung der Entwicklung des COVID-19-Impfstoffs.

In Partnerschaft mit dem in Florida ansässigen Unternehmen Ology Bioservices, Inc., sicherte sich Inovio einen 11,9-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Verteidigungsministerium für anstehende klinische Studien und die mögliche Herstellung des Impfstoffs für Militärpersonal in der Zukunft.109 Zu Inovios DNA-Impfstoff heißt es in Precision Vaccinations:110

»Diese einzigartige Plattform bringt optimierte DNA in Zellen, wo sie in Proteine umgewandelt wird, die das Immunsystem des Menschen aktivieren, um eine robuste, zielgerichtete T-Zellen- und Antikörperantwort zu erzeugen.

CELLECTRA verwendet einen kurzen elektrischen Impuls, um kleine Poren in der Zelle reversibel zu öffnen, damit die Plasmide eindringen können. Sobald die Plasmide in der Zelle sind, beginnen sie sich zu replizieren, wodurch die körpereigenen natürlichen Reaktionsmechanismen verstärkt werden.«
Johnson & Johnson, Inc. (USA) – J&J arbeitet mit BARDA zusammen, die dem Unternehmen 1 Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt hat, um einen Adenovirus-vektorisierten COVID-19-Impfstoff unter Verwendung von J&Js Advac-Technologie und PER.C6111 (Zelllinie, die durch Transformation embryonaler retinaler Epithelzellen mit dem Gen für die E1-Region des humanen Adenovirus Typ 5 gewonnen wird) für die Produktion zu entwickeln.

Klinische Studien der Phase 1 des J&J-Impfstoffs sind für September 2020 anberaumt, und das Unternehmen plant, bis Anfang 2021 Impfstoffdosen für den »Notfallgebrauch« zur Verfügung zu haben.
Moderna, Inc. (USA) – In Partnerschaft mit dem NIAID wird der mRNA-Impfstoff von Moderna in Seattle mit finanzieller Unterstützung von NIAID, BARDA und CEPI in klinischen Phase-1-Studien an Erwachsenen getestet. Moderna plant, bis Ende 2020 Impfstoffdosen für den »Notfalleinsatz« zur Verfügung zu haben.
Pfizer, Inc. (USA) und BioNTech (Deutschland) – In einem Joint Venture mit BioNTech wird Pfizer einen von BioNTech hergestellten mRNA-Impfstoff (BNT-162) entwickeln und vertreiben, der voraussichtlich Ende April 2020 in Deutschland und in den USA in die klinische Erprobung gehen wird. BioNTech testet den Impfstoff auch in Zusammenarbeit mit der Shanghai Fosun Pharmaceutical Group in China.
Dynavax Technologies Corp. (USA) und Clover Biopharmaceuticals (China) – Das chinesische Unternehmen Clover Biopharmaceuticals hat einen proteinbasierten Coronavirus-Untereinheit-Impfstoffkandidaten (COVID-19 S-Trimer) entwickelt, und Dynavax, ein in Kalifornien ansässiges Biotech-Unternehmen, stellt technisches Know-how und das firmeneigene Adjuvans CpG 1018, ein Toll-like-Rezeptor-9(TLR9)-Agonisten-Adjuvans zur Verwendung in Clovers COVID-19-Impfstoff zur Verfügung.

CpG 1018 von Dynavax ist ein synthetisches Oligonukleotid-Adjuvans, das im rekombinanten Hepatitis-B-Impfstoff Heplisav-B eingesetzt wird. Dynavax arbeitet im Rahmen einer CEPI-Initiative auch mit der australischen University of Queensland zusammen, um einen COVID-19-Impfstoff zu entwickeln.
GlaxoSmithKline plc (Großbritannien) und Clover Biopharmaceuticals, Inc. (China) – GSK verfügt über eine AS03-Impfstoffadjuvans-System-Plattform, die es der australischen University of Queensland und Clover Biopharmaceuticals, Inc., zur Verfügung stellt, einem chinesischen Biotechnologieunternehmen, das GSK‘s AS03-Adjuvans in Kombination mit einem COVID-19-S-Trimer-Impfstoff einsetzen wird. S-Trimer ist ein trimerer Impfstoffkandidat gegen SARS-CoV-2-Spike (S)-Protein-Untereinheit.
Sanofi SA (Frankreich) – Sanofi arbeitet mit der BARDA zusammen, um mit seiner rekombinante DNA-Plattform einen präklinischen Impfstoffkandidaten für SARS zu testen und einen COVID-19-Impfstoff herzustellen. Im Jahr 2017 erwarb Sanofi die Firma Protein Sciences, die einen Impfstoff gegen SARS entwickelt hatte.
Novavax, Inc. (USA) – Der COVID-19-Impfstoffkandidat von Novavax (NVX-CoV2373) ist ein stabiles, präfusionsfähiges Protein, das unter Verwendung der firmeneigenen Nanopartikel-Technologie von Novavax hergestellt wird. Das firmeneigene Adjuvans Matrix-M™ wird darin eingearbeitet, um hohe Konzentrationen neutralisierender Antikörper zu stimulieren.112

Laut Novavax ist Matrix-M ein Adjuvans auf Saponin-Basis, das gereinigte Saponin-Fraktionen enthält, die mit synthetischem Cholesterin und einem Phospholipid vermischt sind, um stabile Partikel zu bilden, die eine starke Immunantwort und »eine verbesserte Antigenpräsentation in den lokalen Lymphknoten« stimulieren.113

Novavax hat von CEPI 4 Millionen Dollar für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 erhalten, und Emergent Biosolutions, Inc. hat angedeutet, dass es die Auftragsentwicklung und Herstellung des Impfstoffs unterstützen würde. Das Unternehmen plant, bis Juni mit klinischen Studien der Phase 1 zu beginnen.
CureVac AG (Deutschland) – CureVac, ein deutsches Biotech-Unternehmen, das von der Europäischen Kommission mit 80 Millionen Euro gefördert wird, hat einen mRNA-Impfstoff für COVID-19 entwickelt. Es plant, den Impfstoff im Sommer dieses Jahres in klinischen Studien am Menschen zu testen (Phase 1 und Phase 2), und will die Phase 3 überspringen, damit der Impfstoff noch diesen Herbst auf den Markt kommen kann.114
Vaxart, Inc. (USA) – Vaxart ist ein in Kalifornien ansässiges Biotech-Unternehmen, das eine Partnerschaft mit Emergent Biosolutions Inc. zur Entwicklung von Vaxarts oralem COVID-19-Kandidaten eingegangen ist. Der Impfstoff basiert auf Vaxarts firmeneigener VAAST-Plattform und ist eine bei Raumtemperatur stabile Tablette, die geschluckt wird und Schleimhautimmunität verleiht.
Schweden verweigert den Lockdown – Schweden, ein Land mit einer Bevölkerung von 10 Millionen Menschen, weigerte sich trotz heftiger Kritik, sein Land wegen COVID-19 abzuriegeln.

Obwohl Schweden seine Bürger aufforderte, im Krankheitsfall zu Hause zu bleiben und wenn möglich soziale Distanzierung zu praktizieren, schloss die Regierung Unternehmen, Grundschulen, Restaurants, Geschäfte, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen nicht, was verhindert hat, dass das Land die Art von wirtschaftlichem Zusammenbruch erleidet, die die meisten anderen Länder erleben.115

Bis zum 10. April 2020 hat Schweden 870 Todesfälle durch COVID-19 gemeldet, und die schwedische Gesundheitsbehörde berichtete, dass die Zahl der bestätigten Infektionen zurückgeht.

Dieser Artikel erschien erstmal am 28. April 2020 auf Mercola.com.

Quellen & weiterführende Informationen

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