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Wissenschaftler diskutieren über die intravenöse Anwendung von hochdosiertem Vitamin C.

Namhafte Wissenschaftler und Ärzte vernetzen sich per Videokonferenz

Am 17. März 2020 hat eine Gruppe von Ärzten, Gesundheitsdienstleistern und Wissenschaftlern online über die intravenöse Anwendung von hochdosiertem Vitamin C bei der Behandlung mäßig bis ernsthaft erkrankter COVID-19-Patienten diskutiert. Hauptgast war Dr. Enqian Mao, der die Notfallabteilung am Schanghaier Ruijin Hospital leitet, das an die medizinische Fakultät der Universität Joatong angeschlossen ist.

China setzt Vitamin C erfolgreich gegen 2019-nCoV ein
©sutichak – stock.adobe.com

Dr. Mao gehört außerdem dem Beraterteam des Schanghaier Zentrums für öffentliche Gesundheit an, wo alle COVID-19-Patienten behandelt wurden. Darüber hinaus zählt er zu den Verfassern der Schanghaier Richtlinien für die Behandlung von COVID-19-Infektionen. Das Dokument wurde von der Schanghaier Ärztekammer und der Stadtverwaltung von Schanghai bestätigt.1

Hochdosis Vitamin C – die IVC-Therapie

Hochdosiertes Vitamin C intravenös verabreicht (IVC) setzt Dr. Mao seit über 10 Jahren bei Patienten mit akuter Pankreatitis, Sepsis, chirurgischen Wunden und anderen Krankheiten ein. Als COVID-19 ausbrach, dachten er und andere Experten an Vitamin C und empfahlen eine IVC-Therapie für die Behandlung mäßiger bis schwerer Fälle von COVID-19. Das Expertenteam für Schanghai übernahm diese Empfehlung zu einem frühen Zeitpunkt der Epidemie. Sämtliche ernsthaft oder kritisch an COVID-19 erkrankten Patienten in der Region Schanghai wurden im Zentrum für öffentliche Gesundheit behandelt. Bis zum 17. März 2020 handelte es sich um insgesamt 358 Patienten.

In welcher Dosierung wird Vitamin C intravenös gegeben?

Nach Aussage von Dr. Mao behandelte er um die 50 Fälle von mäßig bis ernsthaft an COVID-19 erkrankten Patienten mit einer hochdosierten IVC-Therapie. Die Dosis lag über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen bei 10.000 bis 20.000 Milligramm täglich, wobei bei mäßig erkrankten Fällen 10.000 Milligramm zur Anwendung kamen, bei schwereren Fällen 20.000 Milligramm. Bestimmt wurde der Grad der Schwere durch den pulmonalen Status (in erster Linie den Sauerstoffindex) und die Blutgerinnungswerte. Bei allen Patienten, die IVC erhielten, verbesserte sich der Zustand und es gab keinerlei Todesfälle.

Kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Heilung

Verglichen mit einem durchschnittlichen Krankenhausaufenthalt von 30 Tagen für alle COVID-19-Patienten fiel der Aufenthalt im Krankenhaus bei Patienten, die hohe IVC-Dosen erhielten, um 3 bis 5 Tage kürzer aus als bei der Gesamtheit der Patienten. Dr. Mao äußerte sich ausführlich zu einem schweren Fall, dessen Zustand sich rasch verschlechterte. Er gab einen Bolus von 50.000 Milligramm IVC über einen Zeitraum von 4 Stunden. Der Sauerstoffindex des Patienten stabilisierte sich und verbesserte sich vor den Augen des intensivmedizinische Teams.

»Bei keinem der Fälle, die mit hochdosiertem, intravenös verabreichtem Vitamin C behandelt wurden, sind Nebenwirkungen bekannt.«

Dr. Richard Cheng

Wer an der Videokonferenz teilgenommen hat

Zu den internationalen Experten, die an der Videokonferenz beteiligt waren, zählten: Dr. Atsuo Yanagisawa (ehemaliger Medizinprofessor an der Tokioter Kyron-Universität und Präsident der International Society for Orthomolecular Medicine), Dr. Jun Matsuyama aus Japan, Dr. Michael Gonzalez (Professor an der University of Puerto Rico Medical Sciences), Dr. Jean Drisko (Professorin für Medizin) und Dr. Qi Chen (Professorin der Pharmakologie, beide von der Kansas University Medical School), Dr. Alpha »Berry« Fowler (Professorin für Lungenkrankheiten und Intensivmedizin, Virginia Commonwealth University), Dr. Maurice Beer und Asa Kitfield (beide von NutriDrip and Integrative Medical NY in New York), Dr. Hong Zhang aus Peking, Dr. William Penberthy (CME Scribe, Florida), Dr. Ilyes Baghli (Präsident der algerischen Gesellschaft für Ernährung und Orthomolekularmedizin), Dr. Mignonne Mary und Dr. Charles Mary (beide Remedy Room, New Orleans) und Dr. Selvam Rengasamy (Präsident von SAHAMM, Malaysia). Koordiniert wurde diese Konferenz von mir, Dr. Richard Cheng (Cheng Integrative Health Center in South Carolina und Berater der Ärztekammer Shenzhen und des Bao An Central Hospital in Shenzhen).

»Eine frühzeitige und hochdosierte IVC-Therapie ist bei der Behandlung von COVID-19-Patienten sehr hilfreich.«

Dr. Richard Cheng

Obwohl es sich um ein kurzes Meeting von weniger als 45 Minuten handelte, da Dr. Mao nur begrenzt Zeit hatte, dankte das Publikum Dr. Mao für seine Zeit und die Weitergabe seiner Kenntnisse. Man äußerte den Wunsch, diesen Kommunikationskanal offenzuhalten und auch mit anderen Klinikern sprechen zu können, die an vorderster Front gegen COVID-19 aktiv sind.

Drei Lektionen für die Zukunft

In einer gesonderten Sitzung hatte ich die Ehre, mit Dr. Sheng Wang, Professor für Intensivmedizin am 10. Schanghaier Krankenhaus der medizinischen Fakultät der Universität Tongji sprechen zu können. Dr. Wang gehörte ebenfalls dem Team klinischer Experten an, das für Schanghai für die Kontrolle und Prävention von COVID-19 zuständig war. Seinen Worten zufolge können wir drei Lektionen aus dieser COVID-19-Infektion ziehen:

  1. Eine frühzeitige und hochdosierte IVC-Therapie ist bei der Behandlung von COVID-19-Patienten sehr hilfreich. Die entsprechenden Daten werden noch fertiggestellt und die offiziellen Dokumente schnellstmöglich zur Veröffentlichung eingereicht.
  2. COVID-19-Patienten scheinen eine Hyper-Koagulabilität (Gerinnbarkeit) aufzuweisen. Bei den schweren Fällen wiesen um die 40 Prozent eine Überkoagulabilität auf, bei den milden bis mäßig starken Fällen waren es 15 bis 20 Prozent. Bei Patienten mit Problemen der Blutgerinnung kam Heparin zur Anwendung.
  3. Die dritte wichtige Lektion befasst sich damit, wie wichtig es ist, dass das medizinische Personal frühestmöglich Schutzkleidung anlegt, um so rasch wie möglich intubieren und andere notfallmedizinische Maßnahmen einleiten zu können. Wir haben festgestellt, dass wir kostbare Minuten verlieren, wenn wir warten würden, bis ein Patient die vollständigen Anzeigen für eine Intubation entwickelt hat, und wir uns erst dann auf das Intubieren vorbereiten würden. Das Behandlungsteam sollte die Schwelle für die Intubation also so weit absenken, dass ausreichend Zeit (um die 15 Minuten) zum Anlegen der Schutzkleidung bleibt. Diese wichtigen 15 bis 30 Minuten könnten im weiteren Verlauf der Krankheit einen entscheidenden Unterschied ausmachen.

»In anderen Teilen Chinas haben andere Ärzteteams COVID-19-Patienten erfolgreich mit hochdosiertem und intravenös verabreichtem Vitamin C behandelt.«

Dr. Richard Cheng

Dr. Mao und Dr. Wang bestätigten unabhängig voneinander, dass in anderen Teilen Chinas andere Ärzteteams COVID-19-Patienten erfolgreich mit hochdosiertem und intravenös verabreichtem Vitamin C behandelt haben.

Dieser Artikel erschien erstmals am 18. März 2020 auf Orthomolecular Medicine News Service.

Quellen & weiterführende Informationen

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